Programm
Liste Baum & Grüne Wahlprogramm 2010:So machen wir Purkersdorf zur sozialökologischen Musterstadt
Die Klimabündnisgemeinde Purkersdorf hat beste Voraussetzungen für eine Modellstadt in sozialökologischer Hinsicht. 80% Waldanteil an der Gemeindefläche, Biosphärenpark und Natura 2000, keine Industrie, sondern vorwiegend Dienstleitungsunternehmen. Die Nähe zur Großstadt bringt hohes Verkehrsaufkommen mit sich, doch die Lage an der Westbahn ermöglicht, dieses weitgehend energie-, emissions-, lärm- und platzsparend abzuwickeln. 1) Konsequente Handhabung der Raumordnung
Öffentliche Freiräume müssen erhalten bleiben, um für Menschen unterschiedlichen Alters Räume der Begegnung, zum Verweilen, Kommunizieren und Spielen zu schaffen.
2) Wohnen in Purkersdorf ist teuer
Spekulationen mit Grund und Immobilien sollen mittels Flächenwidmung und Bebauungsordnung eingedämmt werden
3) Stadtteilplanung UnterpurkersdorfEin frei werdendes Areal in dieser Größenordnung ist eine einmalige Chance für jede Stadt. Auch nach Bau der Reihenhäuser und Kindergarten in der Wintergasse ist die Fläche noch groß genug, sodass sich ein breit angelegter Planungsprozess unter Mitwirkung der Bevölkerung lohnt. Attraktive Lebensräume erfordern
Jedenfalls keine Vergabe, Filetierung und Abschluss von Verträgen, bevor nicht ein breit diskutiertes, vorausschauendes Gesamtprojekt beschlossen ist!
4) Förderung von öffentlichem Verkehr und Platz für RadfahrerInnen und FußgängerInnenDie Entwicklung des öffentlichen Verkehrs stagniert, und die Zunahme des Autoverkehrs beeinträchtigt die Lebensqualität. In Verhandlungen mit Land, Bund und ÖBB ist energisch eine Attraktivierung des Bahnverkehrs anzustreben.
FußgängerInnen Raum und erhöhte Sicherheit geben:
Purkersdorf hat beste Voraussetzungen für die Entfaltung des Radverkehrs.
Das Stadttaxi ist eine wichtige kommunale Verkehrseinrichtung. Es nützt besonders Jugendlichen und Älteren und trägt zur Hebung der Verkehrssicherheit bei.
5) Umfassende Klimaschutz-MaßnahmenAls Klimabündnisgemeinde Purkersdorf müssen wir uns verbindliche Ziele für die CO2-Reduktion setzen. Im Rahmen der Energiezukunft wurde der Status Quo erfasst, es gibt einen plausiblen Datenbestand. Der Ausstieg aus fossiler Energie durch attraktive Angebote für einen Umstieg auf erneuerbare Energien im Wärmebereich muss vorrangig sein. Die Voraussetzungen für eine Wende in diesem Bereich sind gut. Das regional verfügbare Holzpotenzial wird zum Teil im Biomasseheizwerk energetisch verwertet.
Die Region westlicher Wienerwald ist an Voraussetzungen mit denen Purkersdorfs vergleichbar, hier gibt auch schon ambitionierte Aktivitäten in mehreren Gemeinden.
Der Biosphärenpark ist wichtig zur Sicherung der Natur und Artenvielfalt und hat seinen Sitz vorläufig in Purkersdorf. Das schlägt sich in der Politik nur geringfügig nieder. Eine verstärkte Abstimmung zwischen Kommune und Biosphärenparkmanagement und eine bessere Kommunikation zwischen Management und Bevölkerung wird Verständnis und Wertschätzung erhöhen und eine bessere Ressourcennutzung (Amtsblatt, Tourismus, Wander- und Radrouten im Wienerwald) ermöglichen.
6) Sozialpolitik der GemeindeArmut ist selten sichtbar, trotzdem gibt es sie in Purkersdorf. Mit der Erhöhung des Heizkostenzuschusses auf 200 Euro und der kostenlosen Energieberatung haben LIB&Grüne ein für die Betroffenen wichtiges Anliegen erfüllt. Dieser Zuschuss muss auch in der kommenden Heizperiode gesichert sein.
Ähnlich wie der jährliche Sozialbericht des Bundes durch das Sozialministerium soll er die Grundlage für Verbesserungen und weitere Entscheidungen im Sozialbereich darstellen.
Die Stadt hat in den letzten Jahren sämtliche Kindergärten an die WIPUR verkauft und bezahlt jetzt dafür Mieten von fast einer halben Mio. Euro pro Jahr. Kindergärten sind Teil der zentralen städtischen Infrastruktur. Der bestehende Hort ist längst zu klein und kann den Raumbedarf nur beschränkt decken.
7) Jugend im ZentrumJugendliche wollen wahr- und ernst genommen werden. Sehr früh müssen Kinder und Jugendliche eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen. Die Kommune muss ihren Beitrag für attraktive Lebensbedingungen leisten.
Wo heute das AHS-Provisorium steht, soll nach dem Willen des Bürgermeisters ein Hotel errichtet werden. Wir fordern diesen zentralen Standort für betreute Einrichtungen, die den Purkersdorfer Jugendlichen zugute kommen:
8) Kulturpolitik – „mega“ ist out, Qualität ist „in“Megaevents mit dem immer gleichen ausgedienten "Star"aufgebot fördern Massenzustrom nach Purkersdorf an einzelnen Tagen und füllen gerade einmal das Geldtascherl diverser Mitveranstalter.
9) Partizipative GemeindepolitikDemokratie ist mehr als Teilnahme an Wahlen. Betroffene BürgerInnen müssen in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und erweiterte Mitbestimmungsrechte erhalten. Die Gemeindeführung muss dazu komplexe Sachverhalte allgemein verständlich aufbereiten und die Menschen im Vorfeld ausreichend informieren.
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